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Grußwort des Directors of the British Council Germany

W. Keith Dobson OBE


Sehr geehrter Herr Professor Skowronek, sehr geehrter Herr Müller, Herr Dr. Neubauer, meine Damen und Herren, ladies and gentlemen

Ich habe nun bereits zum zweiten Mal die Ehre, Sie als Direktor des British Council in Deutschland zum Bielefeld Kolloquium begrüßen zu dürfen.

Für den British Council ist es eine große Freude, mit unseren Partnern an der Realisierung von so offensichtlich wichtigen und zeitgemäßen Veranstaltungen zu arbeiten. Als britisches Kulturinstitut - und Kultur verstehen wir in einem sehr weiten Sinn - ist es unser Ziel, die Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen und Initiativen zwischen Großbritannien und Deutschland auf kultureller, wissenschaftlicher und technologischer Ebene zu fördern und ein bleibendes Verständnis für Großbritannien zu wecken. Diese Veranstaltung ist sicher ein ganz besonders geeignetes Forum um zu zeigen, welche konkrete Gestalt diese Kooperation annehmen kann.

Mehr als 600 Teilnehmer haben sich zu dem diesjärigen Kolloquium angemeldet, und auch die Veranstaltungsdauer wurde von den sonst üblichen zwei Tagen auf drei verlängert. Dies spricht deutlich für den großen Erfolg dieser Veranstaltungsreihe!

Zunehmend stehen alle Initiativen im Bereich der deutsch-britischen Zusammenarbeit in einem größeren europäischen Kontext. Die Sprecher des Kolloquiums kommen aus acht unterschiedlichen Staaten, der Kreis der Teilnehmer ist noch wesentlich internationaler. Dies reflektiert genau unsere šberzeugung, daß die deutsch-britischen Beziehungen tatsächlich ein wichtiges Kettenglied innerhalb der europäischen Gemeinschaft sind.

Das europäische Bibliotheksprogramm spielt auch im Programm dieser Tagung eine wichtige Rolle und Frau Iljon wird sie mit ihrem Vortrag sozusagen in den europäischen Rahmen stellen. Immer mal wieder werden wir Briten ja als Euroskeptiker , wenn nicht sogar als Euromuffel, bezeichnet. Die Realität sieht aber doch ein bißchen anders aus. Tatsächlich haben sogar wir vom British Council uns europäischen Wünschen gebeugt und eine unserer Hauptakteurinnen der deutsch-britischen Bibliothekszusammenarbeit (viele von Ihnen wissen sicher, wen ich meine) an die Europäische Kommission - abgegeben, nein, eigentlich mehr ausgeliehen.

Nicht zuletzt sind britische Bibliotheken besonders aktiv und erfolgreich, was die Teilnahme am europäischen Bibliotheksprogramm betrifft. Dazu möchte Ihnen gerne ein weiteres Beispiel nennen, wie der British Council sich in diesem Zusammenhang engagiert:

Im Juni diesen Jahres wird der deutsche Informationstag zu dem europäischen Bibliotheksprogramm in Berlin stattfinden. Aufgrund der Tatsache, daß britische Bibliotheken so aktiv in diesem Programm sind, werden einige Kollegen im Rahmen dieses Informationstages Workshops zur Erstellung von solchen Vorschlägen leiten. Wir hoffen, daß solche Initiativen auch das Bild von den euroskeptischen Briten ein wenig aufweichen werden.

Die Frage "Cyber-Lib - Traum oder Horrorvision?", die das Börsenblatt seinem Bericht über das letztjährige Bielefeld Kolloquium noch vorangestellt hatte, stellt sich offensichtlich in diesem Jahr so nicht mehr. Ich kann in Ihrem Tagungsprogramm keinen Hinweis auf eine Utopie finden. Die elektronische Bibliothek ist offensichtlich bereits schon viel mehr zu einer Realität geworden, die jetzt ausgestaltet werden muß. Ein bißchen Horror allerdings beschleicht den Laien aber schon, wenn er so die Themen der Konferenz überfliegt, die da von Suchmechanismen im Internet, Informationsversorgung über Textcentre, Status und Integrität von Dokumenten in Netzen und von Datenbanktools bei der Aufbereitung von Datenformaten sprechen.

In Ihren Ohren klingen diese Begriffe sicher viel süßer, und ich möchte deshalb auch damit schließen, Ihnen eine erfolgreiche und erfreuliche Konferenz zu wünschen.


Sekretariat der Bibliothek der Universität Bielefeld